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Unterschriftenkampagne: Walter Krämer endlich ehren!



Zeugnisse seines Wirkens

Alle aufgeführten Berichte entstammen der Nummer 17 der Reihe "Buchenwaldheft" der Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald mit dem Titel:

Bodo Ritscher: Arzt für die Häftlinge. Aus dem Leben Walter Krämers. Weimar-Buchenwald 1988

  • Willi Dehnert, ehemaliger Häftlingssanitäter im KZ Buchenwald: Wie Walter Krämer in das Revier geholte wurde

  • Walter Veigel, Häftlingsapotheker im faschistischen KZ Buchenwald: Walter Krämer hat mich angelernt

  • Prof. Dr. Dr. h. c. Walter Bartel, ehemaliger Vorsitzender des illegalen Internationalen Lagerkomitees im KZ Buchenwald: Der Schlosser - Arzt Walter Krämer

  • Paul Grünewald, Häftlingssanitäter und Schreiber in Buchenwald: Nachricht an Liesel Krämer

  • Ernst Haberland, ehemaliger Buchenwaldhäftling: Die Blinddarmoperation

  • Ber Warzager, ehemaliger Häftling in Buchenwald: Was ich Walter Krämer zu verdanken habe

  • Hubert Jusek, ehemaliger Häftlingspfleger in Buchenwald: Hilfe für sowjetische Kriegsgefangene

  • Rolf Hellmuth, ehemaliger Sanitäter im Häftlingskrankenbau des KZ Buchenwald: Erinnerungen an Walter Krämer

  • Otto Storch, ehemaliger Buchenwaldhäftling: Hinterhältiger Mord


  • Weitere Quellen:


  • Bruno Apitz , Schriftsteller, ehemaliger Buchenwaldhäftling: Brief von Bruno Apitz an Kurt Roßberg


  • Bericht von Willi Dehnert, ehemaliger Häftlingssanitäter im KZ Buchenwald
    "Wie Walter Krämer in das Revier geholte wurde"

    Walter Krämer, Walter Stoecker, Theodor Neubauer und andere bekannte Vertreter der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung sowie auch Hans Litten, der als parteiloser antifaschistischer Rechtsanwalt viele Kommunisten vor den Schranken des Gerichts erfolgreich verteidigt hatte, wurden aus den Kommandos, in denen sie gleich zu Anfang beschäftigt waren, von der SS herausgeholt. Man steckte sie in ein schweres Kommando. Sie hatten anstelle von Pferden schwere Karren zu ziehen - auch den Jauchekarren, mit dem die Latrinen geleert und ihr Inhalt aus dem Lager transportiert werden musste. Das war eine besonders schwere Arbeit. Wenn es regnete, wurde der Boden zu einer Schlammasse, in der man bis über die Knöchel versank. Trocknete der Boden dann ab, wurde der Lehmboden so zäh, dass man sich kaum selbst vorwärts bewegen konnte - geschweige denn einen mit Fäkalien gefüllten Karren. Die SS hatte ihnen diese Arbeit als besondere Erniedrigung zugedacht.

    Theodor Neubauer ließ sich eines Tages (wahrscheinlich im Oktober 1937) mit Verletzungen an den Händen, er hatte auch Furunkel im Nacken, von mir be- handeln. Ich habe ihn dabei gefragt, ob er daran interessiert sei, als Sanitäter im Revier zu arbeiten. Er sagte mir, dass dieses nicht gut sei, die SS würde ihn sowieso wieder herausholen. Er dürfe die Aufmerksamkeit nicht noch mehr auf sich lenken und damit auch auf das Revier. Besser wäre es, das mit Walter Krämer zu versuchen.

    Daraufhin habe ich Walter Krämer mit einem "grippösen Infekt" als Kranken in das Revier gelegt. Nach einigen Tagen habe ich ihn im Krankensaal Hilfsdienste machen lassen. Ich hatte mit dem Revierkapo Klangwarth darüber gesprochen, Krämer als Sani im Revier zu behalten, da wir noch jemanden benötigten. Er war aber nicht recht einverstanden. Wohl sicherlich deshalb. weil die bekannten Genossen doch zu sehr im Blickfeld der SS standen. Er wollte sich keine Schwierigkeiten bereiten. deshalb überließ er mir das und versuchte. sich herauszuhalten.

    Der Pfleger im Saal war damals nur für die notwendigsten Hilfsdienste zuständig. Darüber hinaus habe ich Walter Krämer aber mehr gezeigt. damit er gewisse Behandlungen selbst ausführen kann. Auch das Injizieren. Nach kurzer Zeit wurde er als Nachtwache in das Dienstbuch eingetragen. um somit still- schweigend auch das Einverständnis der SS für sein Bleiben im Revier zu be- kommen. Die Eintragung als Nachtwache in das Dienstbuch. das vom SS-Lagerarzt unterschrieben und vom Lagerführer der SS gegengezeichnet werden musste. war eine Methode. um den notwendigen Verbleib des Betreffenden im Revier (in dem Fall Krämer) begründen zu können. Unterschrieb die SS das Dienst- buch. hatte sie gleichzeitig ihre Zustimmung zum weiteren Verbleib gegeben. Abwechselnd. in einer bestimmten Reihenfolge. wurde jeder von uns als Nacht- wache in das Dienstbuch eingetragen. obwohl das nicht immer stimmte. Nach ca. 4 oder 5 Wochen hat die SS jedoch gemerkt. dass der bekannte Kommunist Walter Krämer im Krankenbau arbeitete. Er musste das Revier verlassen und in sein altes Arbeitskommando zurück.

    Anfang des Jahres 1938 - es kann Februar oder März gewesen sein - wurde er von mir wieder in das Revier geholt und blieb dort.

    Er übernahm als Kapo den Krankenbau. als im April 1939 (im Zuge einer Geste Hitlers gegenüber der Weltöffentlichkeit) eine Reihe von Häftlingen. darunter nicht wenige Häftlingssanitäter. entlassen wurden.

    BA 31-590. Bericht Willi Dehnert. 14.12.1982.

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    Aus einem Bericht von Walter Veigel, Häftlingsapotheker im faschistischen KZ Buchenwald
    "Walter Krämer hat mich angelernt"

    „So", sagte Walter Krämer, "das wird die Apotheke, und du wirst der Apotheker! In der ersten Zeit wird ein weiterer Kamerad, der von Beruf Arzt ist, mit hier drin sein. Er ist der Fachmann, du aber der politische Mann, und darauf kommt es an. Deine Aufgabe besteht darin, schnell alles zu lernen, was man in einer Apotheke wissen muss, und dann wirst du das hier drinnen alleine machen."

    Meinen Einwand, dass ich keine Ahnung hätte und auch kein Latein könnte, ließ er nicht gelten. Er fragte nur nach meinem Alter (das ihm übrigens bekannt war) und sagte: "Na also!" Was soviel hieß wie: In diesem Alter kann man noch alles lernen.

    Wie recht er damit hatte, habe ich erst später eingesehen.

    Zunächst transportierten wir gemeinsam den "Medikamentenschrank", (ein gewöhnlicher Kleiderschrank, in dem Fächer eingebaut waren), den Walter Krämer bereits ausgeräumt und der seinen Platz bisher im Zimmer des Arztschreibers hatte, in die künftige Apotheke und räumten ihn gemeinsam wieder ein. Das war der Beginn meiner Lerntätigkeit. Abends schwirrte mir der Kopf...

    Die Weiterbildung erfolgte im Selbststudium und in Schulungszirkeln, die Walter Krämer organisierte. In diesen Zirkeln hielten diejenigen unter uns, die auf einzelnen Spezialgebieten die größten Kenntnisse hatten, entsprechende Vor- träge. Die Themen für die Schulungszirkel waren gezielt und wurden sorgfältig ausgesucht. In Erkenntnis dessen, dass die hauptsächliche Aufgabe des Arztes bei der Behandlung eines Patienten darin besteht, den Zustand und die Tätigkeit des Herzens zu beobachten und entsprechend zu unterstützen, bereitete ich mich auf Veranlassung von Walter Krämer und unter seiner Anleitung auf einen Vortrag über das Herz und den Blutkreislauf vor, sowie die bei Erkrankungen des Patienten unter Berücksichtigung der Verfassung seines Herzens zu verwendenden Herz- und Kreislaufmittel. Es kam dabei darauf an, den Häftlingspflegern eindeutig nachzuweisen, dass Herzmittel nicht gleich Herzmittel ist. Es musste herausgearbeitet werden, in welcher Situation unter Berücksichtigung des Allgemeinzustandes des Patienten welches Herzmittel in welcher Dosis anzuwenden sei, wann z. B. Cardiazol und wann Sympatol angezeigt sei.

    Meinem Vortrag wohnten zwei Ärzte bei (Häftlinge), die mich nach dem Vortrag fragten, wo ich studiert hätte und welche "Schule" dort gelehrt würde. Sie waren verblüfft, als ich ihnen als meinen "Professor" Walter Krämer, und als "Schule" das Selbststudium nannte.

    BA 31-357, Bericht Walter Veigel, 6.4.1970.

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    Bericht von Prof. Dr. Dr. h. c. Walter Bartel, ehemaliger Vorsitzender des illegalen Internationalen Lagerkomitees im KZ Buchenwald
    "Der Schlosser - Arzt Walter Krämer"

    Ich habe den Genossen Walter Krämer nicht als Schlosser, aber als Arzt kennen- gelernt. 1940 zog ich mir durch schwere Arbeit in Buchenwald einen Leistenbruch zu. Durch Albert Kuntz wurde ich Walter Krämer avisiert, er untersuchte mich und meinte, dass ich natürlich ein Band tragen könnte, aber günstiger wäre bestimmt eine Operation. Er würde dafür sorgen, dass mich ein Häftlingsarzt, ein ausgewiesener Chirurg, der Tscheche Dr. Horn, operierte. Er selbst wollte assistieren.

    So geschah es auch. Die Operation vollzog sich reibungslos, dagegen nicht der Heilungsprozess. Offensichtlich war ich durch den Aufenthalt im KZ, bedingt durch die harte Arbeit in den ersten Monaten körperlich loch sehr mitgenommen und wahrscheinlich wurde der Regenerationsprozess dadurch behindert. Mit großer Geduld der Sanitäter wurde die schwer heilende Wunde doch zum Verschließen gebracht. Ich konnte, von den Genossen behütet und besonders natürlich von Walter Krämer, den Häftlingsbau wieder geheilt verlassen.

    In der Zeit meines Aufenthalts im Häftlingskrankenbau erfuhr ich sehr viel über die große Autorität, die Walter Krämer unter den Sanitätern, den illegal arbeitenden Häftlingsärzten, die als Sanitäter registriert waren und auch unter den Patienten genoss, die mehr oder minder lange im Krankenbau Aufenthalt nehmen mussten. Sie schätzten W. Krämer alle als einen zuverlässigen Kameraden, freundlich, aber auch entschieden und von einem großen Verantwortungsbewusst- sein für die Arbeit des ganzen Häftlingsreviers.

    Von seiner sonstigen illegalen Tätigkeit wurde nicht gesprochen, denn das war tabu.

    Wir alle waren tief erschüttert, als wir von seiner Verhaftung, der Isolierung im Bunker, dem Abtransport nach Goslar und wenige Tage später schon die Ermordung erfuhren. Sie wurde uns bekannt, weil die Leichname von Walter Krämer und Karl Peix nach Buchenwald zur Verbrennung geschickt wurden.

    Walter Krämer, wie sein Kamerad und Genosse Karl Peix, sind in die Geschichte Buchenwaids als antifaschistische Kämpfer, als bewusste Genossen eingegangen. Die Antifaschisten, die Kommunisten Walter Krämer und Karl Peix sind im Ehrenbuch der Geschichte des faschistischen Konzentrationslagers Buchenwald als Kämpfer gegen die Barbarei des deutschen Monopolkapitals mit seinen Mordorganisationen, wie der SS, SA und seinen Konzentrationslagern eingeschrieben, als die großen Vorbilder eines humanistischen, eines antifaschistischen, eines Deutschland der Freundschaft mit den friedliebenden Völkern.

    BA 31-589, Bericht Walter Bartel, 15.3.1982.

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    Aus einem Artikel von Paul Grünewald, Häftlingssanitäter und Schreiber in Buchenwald
    "Nachricht an Liesel Krämer"

    Es ist Anfang November 1940. Ich bin seit etwa vierzehn Tagen nach über sechs (Jahren} Haft wieder zuhause. Nachdem ich mich einigermaßen zurechtgefunden habe, fahre ich an einem Sonntag nach Siegen, um mein Versprechen, das ich Walter Krämer bei der Entlassung gegeben habe, einzulösen. In Siegen suche ich die Rosterstr. 40 auf, wo Liesel Krämer, Walters Frau, in einer ausgebauten Dachgeschoß-Wohnung im Haus von Walters Vater wohnt. Meine Enttäuschung ist zunächst groß, denn sie ist nicht da. Außerdem bringt mich das in die nicht vorgesehene Situation, mich nun mit Walters Vater unterhalten zu müssen. Er ist ein kräftiger gesetzter Mann, dem gleichen runden und ausgeprägten Kopf wie Walter, borstiges Haar und einen Schnauzbart. Ich bin zunächst vorsichtig, denn ich kenne von Walter die deutsch-nationale Einstellung des Mannes, der nie begriffen hatte, wie sein Sohn Kommunist werden konnte. Dann merke ich allerdings, dass er kein Freund der Nazis ist und dass er, obwohl er es sich nicht anmerken lassen will, unter dem Schicksal Walters leidet. Walters Schwager bringt mich dann einige Straßen weiter, wo Liesel bei der Geburtstagsfeier eines ehemaligen Genossen ist. Wir haben Gelegenheit, uns in einem anderen Zimmer allein zu unterhalten. Nach vorsichtigem gegenseitigem Kennenlernen er- zähle ich von Walter fast alles, was wichtig ist, nicht allerdings Dinge wie die Sache mit dem Sperrvermerk ("Darf nicht entlassen werden! ") in Walters Akten bei der Politischen Abteilung des Lagers. Wir trennen uns spät, sind Freunde geworden und geblieben über Walters Tod hinaus und bis zu ihrem eigenen Tod.

    Auf der Rückfahrt beim Rattern des Zuges und in dem verdunkelten Abteil wird die Erinnerung an Walter wieder hellwach, die gemeinsam verbrachten Jahre im KL Buchenwald sowohl wie auch seine Erzählungen in vielen und langen Unterhaltungen ...

    Der Zug hält in Frankfurt und reißt mich aus meinen Gedanken. Noch oft fahre ich in das Siegerland. Die schwerste Fahrt jedoch ist dann die nach dem 6. November 1941 gewesen, nach jenem Tag, an dem Walter Krämer und Karl Peix von der SS auf dem Außenkommando "Flugplatz Goslar" erschossen worden sind. Immer noch fassungslos zeigte mir Liesel Krämer das Telegramm "Auf der Flucht erschossen ", unterschrieben von Florstedt, dem Schutzhaftlagerführer, der ihn von eh und je gehasst hatte ....

    Die wenigen persönlichen Dinge, darunter der mir so vertraute dicke blaue Matrosen-Sweater, liegen auf dem Tisch. Die Glocke vom Ettersberg.

    Mitteilungsblatt der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora, Frankfurt/Main, 55 (1974), S.6 f.

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    Aus einem Buch von Ernst Haberland, ehemaliger Buchenwaldhäftling
    "Die Blinddarmoperation"

    "Mensch, Ernst, hast du ein Glück. Heute ist Sonntag, da ist kein SS-Arzt da. Ich mach dir das." Er1 befürchtete nämlich, dass durch die Verzögerung bereits die Gefahr einer Perforation des Blinddarms bestand. In einem solchen Fall gaben sich die SS-Ärzte keine Mühe und ließen die Operationswunde sogar offen, so dass der Patient starb.

    Zuständiger SS-Arzt für die Operation wäre der berüchtigte Mörder Dr. Eisele gewesen ....

    Ich hatte für ihn ein Fotoalbum anfertigen lassen müssen. Als ich es ablieferte, traf ich ihn auf dem Hof des Krankenbaus. Dort hatten sich gerade sieben Häftlinge gemeldet, die er zum "Abspritzen ", wie die SS die Morde durch die Ärzte nannte, bestellt hatte.

    Eisele schrieb sich, wenn er durch das Lager ging, mit Vorliebe die Nummern von Häftlingen auf, die körperlich sehr geschwächt waren, und bestellte sie dann für den nächsten Tag zum Krankenbau. Dort eröffnete er ihnen scheinheilig lächelnd, er wolle ihnen helfen. Er ließ sie aufnehmen und dann beförderte sie dieser Mediziner mit einer Spritze in den Tod. Als er sich an jenem Tag an seinen Todeskandidaten ergötzt hatte, kam er auf mich zu. Ich übergab ihm das Album. Statt sich zu bedanken, äußerte er zynisch lächelnd, er werde das einmal gut machen. Mir war klar, was er damit meinte, und ich dachte: Dem darfst du nicht unter das Messer geraten! Wenn Walter Krämer die Blinddarmentzündung nicht sonntags festgestellt hätte ... Glück, Zufall?

    Als Walter mich fragte, ob ich mit der Operation durch ihn einverstanden sei, stimmte ich ohne zu zögern zu. Zu ihm, diesem starken Mann, der seine Arbeit so ernst nahm, hatte ich größtes Vertrauen. Schon eine Stunde später lag ich in einem primitiven Barackenraum, dem Operationsraum, auf der Pritsche. Walter und der Genosse Ludwig Benden operierten, und Karl Peix gab mir die Narkose. Die Narkose durfte nur ganz leicht sein, da sonst die Gefahr bestand, dass mein Herz streikte. Bevor Walter anfing, rauchte er noch eine Zigarette, um sich zu beruhigen. Ich sehe ihn heute noch vor mir mit ruhigem und ernstem Gesicht, in der einen Hand das Skalpell, in der anderen Hand die Zigarette. Mit dem Skalpell visierte er behutsam die Operationsstelle an. Dann war es so weit. Als ich wieder aufwachte, befand ich mich in den starken Armen Walters. Er trug mich in seinen Krankensaal. Wieder zur vollen Besinnung gekommen, er- zählte mir Walter, dass der Blinddarm entzündet war. Aus dem Operationsbuch des Häftlingskrankenbaus, das noch vorhanden ist, geht hervor, dass die Operation am 27. April 1941 durchgeführt wurde.

    Am nächsten Tag kam Walter mit Eisele durch den Krankensaal zur Visite. Als sie an mein Bett traten, wollte Eisele wissen, warum ich hier lag. Walter er- klärte ihm, die Operation sei dringend gewesen. Eisele war anzusehen, dass ihm das gar nicht recht war. Nach dieser Visite sagte mir Walter, ich solle zusehen, so schnell wie möglich aus dem Krankenbau zu verschwinden, da Eisele auf mich aufmerksam geworden wäre. Nach drei Tagen, die Operationswunde war dick angeschwollen, verließ ich den Krankenbau und fand im Block sieben noch einige Tage Ruhe. Walter Krämer hatte mir das Leben gerettet.

    Haberland, E., Der Pelerinenmann, Berlin 1983, S. 168 ff.

    1Walter Krämer

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    Aus einem Bericht von Ber Warzager, ehemaliger Häftling in Buchenwald
    "Was ich Walter Krämer zu verdanken habe"

    Am 13. September 1939 kamen vier SS-Leute zu uns ins Haus1 - und in Gegenwart meiner Familie wurde ich geschlagen; barfüßig zerrte man mich aus dem Haus, und bei Nacht wurde ich mit anderen in einem Lastwagen zu einem unbekannten Ziel transportiert. Durch die starke Bewachung war ein Fluchtversuch unmöglich. Nach zwei Gefängnisaufenthalten, bei karger Verpflegung und auf kaltem Steinboden herumsitzend oder liegend, ging die Reise weiter. In Vieh- wagen eingepfercht mit dem Ziel: KZ-Lager Buchenwald .... Die grausame Fahrt endete in Weimar. Als die Tür von der Bewachung geöffnet wurde, fiel eine junge 55-Horde brutal über uns her und trieb uns mit Knüppelschlägen aus den Waggons. Vor der zuschauenden Bevölkerung wurden wir in 5er-Reihen, Hände im Nacken, im Laufschritt durch die Stadt Weimar zum zehn Kilometer entfernten Lager Buchenwald getrieben - und kamen in das "Kleine Lager" auf dem Appellplatz, das Grausamste in der Geschichte Buchenwaids (1939/40). 1940 ... wurde das "Kleine Lager" aufgelöst und verbrannt.2 Die schwächsten Häftlinge wurden im Häftlingskrankenhaus mit Spritzen getötet. Nur wenige entkamen lebend dieser Hölle. Ich kam ins Häftlingskrankenhaus - nur ein Bündel aus Haut und Knochen. Zum Glück - und mir erschien es wie ein Wunder - kam ich zu dem Kameraden Walter Krämer, der als Krankenpfleger und Chirurg sich meiner annahm. Meine Füße waren· durch Erfrierungen dritten Grades schwarz geworden. Walter Krämer amputierte mir den vierten Zeh des linken Fußes. Er hat wirklich alles getan, um mir zu helfen.

    Eines Tages sagte er zu mir: "Ich bin leider gezwungen, dich zu entlassen. Die Lagerleitung ist auf dich aufmerksam geworden. Ich hätte dich gerne hier be- halten, aber das wäre dein Tod." Beim Abschied sagte er zu mir: "Ich gebe dir einen guten Rat: Hier in Buchenwald gibt es nur Gesunde oder Kranke - letztere sind schon Tote. Du hast zwei Möglichkeiten: Deine Augen und deine Ohren!" Diese, seine Worte kann ich nicht vergessen, sie sind mir als Mahnung in Erinnerung geblieben.

    BA 31-644, Bericht Ber Warzager, 4.6.1983.

    1Warzager war ein polnischer jüdischer Häftling
    2Gemeint ist das 1939/1940 bestehende sog. Polen-Sonderlager

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    Aus einem Bericht von Hubert Jusek, ehemaliger Häftlingspfleger in Buchenwald
    "Hilfe für sowjetische Kriegsgefangene"

    Als die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen eingeliefert wurden, waren sie in einem entsetzlichen Zustand. Wochenlang hatten sie unter freiem Himmel gelegen, halb verhungert und verwahrlost. Die SS nutzte diesen Zustand dann für ihre gemeine antikommunistische Propaganda aus. "Seht, das sind nun die Sowjets, die Bolschewisten, seht, wie verkommen sie sind!"

    Kaum aber waren sie in Buchenwald eingetroffen, da räumte Krämer im Revier einen ganzen Saal aus. Die Kriegsgefangenen lagen innerhalb einer abgesperrten Zone, keiner durfte zu ihnen gehen. Viele hatten vor Schwäche einen Kreislaufkollaps. Krämer nahm einige Pfleger, darunter auch Jusek und ein paar Tragen und ging furchtlos in die abgesperrte Zone zu den Schwerkranken. Die SS war von diesem Mut, dieser Sicherheit derart verblüfft, dass den Pflegern nichts geschah. Krämer setzte sich kraft seiner Persönlichkeit einfach durch. Die am schwersten erkrankten sowjetischen Kriegsgefangenen kamen ins Revier und vielen von ihnen rettete Krämer durch warme Bäder, Injektionen von Traubenzucker, Cardiaca das Leben. Noch lange nach Krämers Tod erzählten sowjetische Gefangene gegenüber H. Jusek von "Towarischtsch Krämer", der sie gerettet hatte.

    Dr. Hoven, der Krämer bei den Gefangenen beobachtet hatte, sagte: "Jetzt habe ich Walter Krämer erst richtig erkannt! Er behandelt ja diese Russen, als ob es seine eigenen Kinder (wären)!"

    BA 31-293; Bericht Hubert Jusek, 16.2.1968.

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    Bericht von Rolf Hellmuth, ehemaliger Sanitäter im Häftlingskrankenbau des KZ Buchenwald "Erinnerungen an Walter Krämer

    Es war Ende 1938, als mich der Genosse Ernst Grube, ehemaliges Mitglied des ZK der KPD und Reichstagsabgeordneter, zu Walter Krämer brachte. Ernst Grube kannte mich schon sehr lange, schon als Neugeborenen. Er machte mir klar, dass die Partei junge zuverlässige Genossen im Häftlingskrankenbau brauchte, die die nötigen Voraussetzungen für eine solche Tätigkeit besaßen. Mit mir begannen u. a. die Genossen Walter Veigel, Herbert Strobel und Paul Klare im HKB zu arbeiten. Zuvor war ich im Baukommando tätig gewesen. Nach- dem die SS feststellte, dass ich aus dem Baukommando verschwunden war, musste ich nach einigen Tagen aus dem HKB wieder in mein ursprüngliches Kommando zurück. Das dauerte aber nur kurze Zeit und Walter Krämer holte mich wieder in den Krankenbau.

    Zunächst war ich ca. ein Jahr als Schreiber in der äußeren Ambulanz tätig. Hier gab mir Walter Krämer den Wink, dass auch ein Schreiber politisch denken muss. Ich habe Walter verstanden und so habe ich die Diagnosen bei vielen wertvollen Häftlingen verändert. Die Hauptsache war, dass ihnen ein großer Ver- band angelegt wurde. So bekamen sie Schonung und waren damit von der mörderischen Arbeit befreit.

    Manche Genossen wurden auch für die politische Arbeit im Lager für eine gewisse Zeit "freigestellt". Allerdings konnten natürlich nicht zu viele krankgeschrieben werden, denn das wäre aufgefallen. Damit hätten wir uns der Gefahr ausgesetzt unsere Positionen im Krankenbau zu verlieren.

    Mittlerweile hatte ich mir vom Sanitätswesen einige Kenntnisse erworben und Walter machte mich zum Sanitäter. Als der verantwortliche Sanitäter aus der äußeren Ambulanz Ludwig Benden auf Transport in ein anderes Lager ging, wurde ich von Walter Krämer als Verantwortlicher für die äußere Ambulanz ein- gesetzt.

    Da es lange Zeit ein Verbot der SS gab inhaftierte Ärzte im Krankenbau arbeiten zu lassen waren wir gezwungen, selbst Operationen durchzuführen. Als der Genosse Benden wegging wurde ich von Walter Krämer zu Operationen heran- gezogen und habe assistiert.

    Als der Operationssaal 11 (eine Baracke) fertig gestellt war, setzte mich Walter Krämer als Verantwortlichen für den OP 11ein. Hier wurden nur septische Fälle behandelt. Sie hingen zum größten Teil mit einer stationären Behandlung zusammen.

    Ich besaß bei Walter Krämer großes Vertrauen. Das zeigte sich schon darin, dass ich mich vom Ambulanzschreiber bis zum Sanitäter entwickelte, der selbständig, besonders in der kleinen Chirurgie, alle operativ anfallenden Fälle erledigte. Walter Krämer führte tagtäglich mit mir politische Gespräche über alle Gebiete und verband sie oft mit unseren fachlichen Aufgaben.

    Als die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen ins Lager kamen, wurden sie zu- nächst in den sog. Rosengarten gesteckt. Das war ein mit einer zusätzlichen Stacheldrahtumzäunung versehener Abschnitt des Lagers. Walter Krämer sagte zu mir: ..Du sprichst etwas russisch und gehst mit mir in das Lager, wir müssen den sowjetischen Kriegsgefangenen helfen." (Soviel ich mich erinnern kann, gin- gen außerdem Hubert Jusek und noch einige andere Sanitäter mit.)

    Wir sahen mit Entsetzen das Grauen und konnten mit den Mitteln, die wir bei uns hatten, wenig anfangen. Kurz entschlossen meinte Walter: Wir werden auf der Alm (so wurde eine der Baracken des HKB genannt) einen Saal räumen und dort die schwersten Fälle unterbringen.

    Das wurde auch durchgeführt. Schon nach kurzer Zeit kam jedoch die SS dahinter, und wir mussten die Kriegsgefangenen in eine speziell für sie eingerichtete Baracke verlegen. Die SS war wütend über unser Tun. Unmittelbare Repressalien blieben jedoch aus. Erstens haben wir unser Handeln mit der Infektionsgefahr für das ganze Lager und damit auch für die SS begründet. Zweitens waren die SS-Ärzte und SS-Sanitätsgehilfen auf medizinischem Gebiet von uns abhängig.

    Kurz bevor Walter Krämer und Karl Peix ermordet wurden, kam Walter zu mir und vertraute mir an, dass gegen ihn etwas im Gange sei. Etwas Genaues konnte er jedoch nicht sagen. Vorsichtshalber übergab er mir eine Pistole mit Munition. Diese habe ich seit dieser Zeit noch im Besitz.

    Walter war für mich nicht nur Kumpel und Genosse, sondern ein Vorbild. Wir alle, die wir ihn kannten und mit ihm zusammengearbeitet hatten, achteten ihn. Auch wenn er manchmal aus Hass gegenüber der SS und ihren Zuträgern im Lager die Spielregeln der Konspiration verletzte und sich der Gefahr des ..Hochgehens .. aussetzte.

    Mir gegenüber fand Walter Krämer, wenn ich in der Arbeit einmal etwas falsch gemacht hatte, durchaus scharfe und kritische Worte. Ich aber betrachtete das immer als die größere Feinfühligkeit, statt ein mitleidiges Streicheln. So hat Walter dazu beigetragen, dass ich mich auch zu denen zählen kann, die stärker waren als die SS-Verbrecher.

    BA 31-1011, Bericht Rolf Hellmuth, 1945.

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    Aus einem Bericht von Otto Storch, ehemaliger Buchenwaldhäftling
    "Hinterhältiger Mord

    Mit einem Arbeitskommando von 140 Häftlingen war ich von November 1940 bis November 1941 in Goslar in einem SS-Lager beschäftigt. 60 Häftlinge davon wurden im Laufe des Frühjahrs 1941 dem Fliegerhorst Goslar zur Arbeitsleistung zur Verfügung gestellt ...

    Anfang November 1941 kam Blank von einer Fahrt aus Buchenwald zurück und sagte mir, in Buchenwald seien wieder große Schweinereien passiert und er hätte zwei der Schlimmsten auf Befehl des Kommandanten Koch zur schweren Arbeitsleistung nach Goslar mitgebracht. Wir sollten ja nicht mit diesen Leuten sprechen, sonst würden wir umgelegt. Diese Äußerung tat er mir gegenüber in der Küche.

    Als er für kurze Zeit weggegangen war, ging ich sofort, um zu sehen, wer da sei. Zu meiner größten Überraschung sah ich Walter Krämer und Karl Peix. Ich fragte sofort, was los sei und warum sie hergekommen seien. Sie konnten mir aber auch nur sagen, dass sie am vergangenen Freitag in den Bunker gesperrt und am Montag dann mit nach Goslar genommen worden seien ...

    Am vierten Tag gegen 10.00 Uhr vormittags - ich war gerade in der Küche beschäftigt - kam ein SS-Posten mit dem Fahrrad vom SS-Lager und fragte nach Hauptscharführer Blank. Ich sagte ihm, er sei nicht da, und fragte gleichzeitig, was los sei. Er antwortete, aus der Kiesgrube hätte einer fliehen wollen und sei dabei erschossen worden. Ich wusste in diesem Moment gleich, dass man Walter Krämer umgelegt hatte. Nur das Wie war mir unerklärlich. Ich schickte den Posten weg und wollte gerade nach Blank suchen, als ein anderer SS-Posten aus dem Fliegerhorst ankam und auch nach Blank fragte. Nachdem ich ihm sagte, ich suche Blank selbst, antwortete er mir, die Sache eile, im Fliegerhorst wäre einer geflüchtet und sei dabei erschossen worden. Es war Karl Peix. Man hatte die Mordstunde und den Ort der Tat vorher genau ausgesucht und festgelegt...1

    Die Aufregung und Empörung an diesem Tag war bei uns und auch bei der Bevölkerung ungeheuer groß. Die SS lief nur mit der Pistole in der Hand herum. Am Abend kam der Gerichts-Offizier aus Buchenwald, SS-Obersturmführer und Adjutant Bingler2, um die Schützen zu vernehmen. Man musste ja trotzdem nach außen hin den Schein wahren. Während die Mörder ihr Protokoll abgaben, lauschte ich an der Tür. Bingler fragte folgendes: "Diese beiden Häftlinge waren doch auf der Flucht?" Antwort: "Ja" - "Sie haben doch erst dann geschossen, nachdem sie dreimal Halt gerufen haben?" - Die gleiche Antwort: "Ja '" An der Stimme hörte ich, dass die Posten sehr unsicher waren. Bingler nahm das Protokoll auf, die ganze Angelegenheit war erledigt ...

    Dokumentation, Berlin 1983, 5.332 f.


    1Die Mörder waren der Rottenführer Ernst Thiel, der Anfang 1942 im Osten gefallen ist, und der damalige Rottenführer und spätere Oberscharführer Felix Mansfeld. Mansfeld verstarb am 02.08.1967 in der BRDi, ohne für sein Verbrechen belangt worden zu sein.
    2Richtig: Büngeler

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    Brief von Bruno Apitz an Kurt Roßberg

    Lieber Kurt!

    Zu Deiner Frage über Walter Krämer:
    Wir alten Buchenwalder haben ihn alle noch in Erinnerung und wissen, daß durch seine Wirksamkeit vielen Mithäftlingen das Leben gerettet worden ist. Was seine Leistung, besonders in den ersten Jahren des Lagers, bedeutet hat, wissen wir alle.

    Nicht nur, daß er aus dem Nichts heraus und unter Zurückstellung seiner eigenen Sicherheit das Häftlingsrevier aufgebaut hatte, hat mich veranlaßt, seinen Namen der Vergessenheit zu entreißen, nicht nur seine Tatkraft, sein Mut, seine stete Hilfsbereitschaft haben meinen Entschluß bestimmt, sondern im Besonderen die Tatsache, daß sich Walter Krämer, um helfen zu können, unter schwierigsten Bedingungen medizinisches Fachwissen angeeignet hat. Was das für einen einfachen Menschen ohne akademische Bildung bedeutet, läßt sich kaum sinnfällig machen.

    Das Wolfsgesetz des Lagers forderte ihm dieses Wissen einfach ab und so hat er schwierige Fachliteratur durchgearbeitet, hat sich durch die Fachterminologie durchgefressen, keiner hat ihm dabei helfen können. Mir ist es bis heute unbegreiflich gewesen, wie Walter Krämer es geschafft hat, schwierige Operationen an verwundeten Häftlingen vorzunehmen. Was wurde in den genannten Jahren täglich ins Revier geschleppt! Häftlinge, denen die SS mit dem Gewehrkolben die Kiefer zertrümmert hatten. Häftlinge mit zerschmetterten Schädeln, mit zerrissenen Nieren und Lungen, mit gebrochenen Armen und Beinen...Welche Entschlußkraft gehörte für den einfachen Arbeiter Walter Krämer dazu, so einen menschlichen Trümmerhaufen wieder zusammen zu flicken, ihm dem Tod zu entreißen! Aber das Wolfsgesetz verlangte es von ihm und er tat es.

    Wenn ich daran denke, wie dieser stupide SS-Hauptsturmführer, der sich "Dr. Hoven" nannte, Lagerarzt und in Wirklichkeit ein vertrottelter Medizinstudent war, sich seine Doktorarbeit von zwei Häftlingen hat schreiben lassen (Gustav Wegener und Dr. Kurt Sitte), wenn ich daran denke, daß dieser "Dr." Hoven kurz vor seinem Doktorexamen in meinem damaligen Kommando Pathologie sich von einem 23jährigen Drogisten die Handhabung des Mikroskops hat zeigen lassen, daß dieser "Dr." noch nicht einmal imstande war, ein Blutbild unter dem Mikroskop anzufertigen, dann wächst die menschliche Größe des einfachen Arbeiters Walter Krämer himmelhoch über die Stupidität des SSFaschisten Hinaus. Ich weiß, daß Walter Operationen vorgenommen hat, die der Hauptsturmführer niemals gewagt hätte. Walter Krämers heilende Instrumente waren Skalpell und Pinzette, Hovens Instrument dagegen war die todbringende Giftspritze. So war es! Und weil es so war, gehörte es zu meiner menschlichen Pflicht, den Namen dieses hervorragenden Menschen der Vergessenheit zu entreißen.

    Ich bin glücklich, daß mein Roman eine so große Resonanz gefunden hat und somit der Name Walter Krämer im Gedächtnis vieler Menschen haften geblieben ist. Jedoch nur der Name. Den wirklichen Walter Krämer in seiner Bedeutsamkeit den Menschen nahezubringen, bleibt noch vorbehalten.

    Wie immer Dein

    Bruno Apitz
    Berlin, 18.12.1967

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