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Gedenken an Familie Faber

Vorschlag zum Gedenktafeltext zur Erinnerung an die 1941 ermordete Netphener Familie Faber

Von 1933 bis 1945 herrschte in Deutschland das menschenverachtende Regime des Nationalsozialismus, dessen Rassenwahn und Vernichtungskrieg Millionen von Menschen zum Opfer fielen: Juden, Sinti und Roma, Kommunisten, Sozialdemokraten, Homosexuelle, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Zeugen Jehovas. Viele Deutsche sind schuldig geworden, viele tragen Mitverantwortung, weil sie ein verbrecherisches System unterstützten. Anderen fehlte der Mut, sich zu widersetzen.

Auch hier in Netphen müssen Opfer beklagt werden.

Wir erinnern uns der Familie Faber. Fabers unterhielten bis zur Zwangsschließung durch die Nazis im Jahre 1938 eine Metzgerei in Netphen und waren angesehene Bürger. Im Jahre 1941 wurde die Familie Faber - der Vater Gustav, die Mutter Klara und die erst 15 Jahre alte Tochter Anita Ruth - mit dem zweiten Transport jüdischer Menschen aus dem Siegerland nach Theresienstadt deportiert, später nach Auschwitz. Dort wurden sie ermordet.

Der Nationalsozialismus hatte in Netphen weniger Anhänger als vielleicht anderenorts, dennoch verhinderte niemand ihren Tod. Wir erinnern uns der schrecklichen Taten und unserer Verantwortung nie wieder Menschen Opfer von Ausgrenzung, Intoleranz und Gewalt werden zu lassen.


VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein,  vvn-bda@gh-siegen.de